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Geringfügig entlohnte Beschäftigung

Was passiert beim Überschreiten der Minijob-Grenze? Minijobber dürfen die 5.400-EUR-Grenze nur bedingt überschreiten.
Ein Minijob liegt vor, wenn die zu erwartenden Entgeltansprüche des Arbeitnehmers pro Jahr 5.400 EUR nicht überschreiten.
Erhalten Minijobber ein höheres Entgelt, muss der Arbeitgeber reagieren. Doch nicht jede Überschreitung der Entgeltgrenze führt zur Beendigung des Minijobs.

Der Arbeitgeber muss das regelmäßige Arbeitsentgelt zu Beginn der Beschäftigung und bei jeder dauerhaften Veränderung in den Verhältnissen bestimmen.
Dauerhaft ist in der Regel z. B. eine Lohnerhöhung. Zu berücksichtigen sind alle Arbeitsentgelte, die der Arbeitnehmer mit hinreichender Sicherheit erhalten wird.
Solange der tatsächliche Verdienst im Monatsdurchschnitt nicht mehr als 450 EUR bzw. pro Jahr (12 Monate) max. 5.400 EUR beträgt, liegt ein Minijob vor.

Ein nur gelegentliches und nicht vorhersehbares Überschreiten der jährlichen Entgeltgrenze von 5.400 EUR ist unschädlich und führt nicht zur Beendigung des Minijobs.
Ein unvorhersehbares Ereignis liegt z. B. vor, wenn der Minijobber einen anderen wegen Krankheit ausgefallenen Arbeitnehmer vertritt.
Dies ist bis zu 2 Kalendermonate innerhalb eines Zeitjahres möglich.
Das Zeitjahr endet immer mit dem Kalendermonat, für den aktuell ein unvorhersehbares Überschreiten vorliegt.

Quelle haufe.de